Me Made Mittwoch mit den letzten Sonnenstrahlen

Die Fotos für heute sind gestern Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein entstanden. Weil aber das Wetter heute genau so schön werden soll, und ich den ganzen Tag eingesperrt bin, haben wir , also die Tochter-Fotografin und ich, schon vorgearbeitet.

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Das passiert, wenn man versucht, für lasziv-elegante Fotos am Baum zu posen: Da fehlt dann schnell mal ein Bein, ein Fuß und die Balance.DSC_0175Dann halt nicht!DSC_0191Neuer Versuch, schon besser. Aber die Ambitionen mit dem Model-Job lasse ich dann wohl besser fallen. Egal, ich trage heute Burda 10/2012, Modell 108, hier und hier bereits gezeigt. Vermutlich hat das Kleid seinen letzten Auftritt in diesem Jahr, weil es doch eher was für kühlere Sommertage ist. Mir fehlt eine hübsche Strickjacke, um das ganze kältetauglich zu machen.

Genäht habe ich übrigens eine 38, laut Burda soll das meinen Maßen entsprechen. Tut es aber nicht, und deshalb bin ich nach einigen Versuchen beim Nähen von Burda wieder bei der 36 mit 1,5 cm Nahtzugabe gelandet, dann muss ich nicht so viel rausnehmen. Bei diesem Modell habe in an den Seiten rund 6cm weggenommen, das ist mehr als eine Größe.DSC_0217

Mein Stoff ist eine leichte, bestickte Baumwolle, die ich seinerzeit bei HÜCO abgeschleppt habe. Wer sich das Kleid nachnähen will, sollte die Kellerfalten im Oberteil innen absteppen, das Bügelt sich später deutlich besser.

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Ach ja, Taschen habe ich natürlich auch noch spendiert.

Heute ist natürlich MeMadeMittwoch, daher seht Euch die schönen selbstgenähten Sachen auf dem MMM-Blog an!

Ich denke daran, im November einen kleinen, privaten MeMadeMonat zu veranstalten, der November ist ja so ein Monat, den man sich irgendwie schön machen muss. Wer Lust hat, auch jeden Tag MeMade zu tragen und darüber zu bloggen, kann sich dann bei mir mit einem Kommentaren verlinken, Linkregeln wie beim MMM.

Herbstjacken-Sew-Along

Am Sonntag startetet Teil zwei des Herbstjacken-Sew-Alongs.aac34-herbsjsa

Stoffvorstellungen und erste Schritte

Für welchen Schnitt habe ich mich jetzt endgültig entschieden? Habe ich den passenden Stoff schon gefunden? War der Stoff eher ein Kompromiss oder habe ich meinen Wunschstoff gefunden? Gab’s das passende Futter dazu? Ist ein Probeteile geplant oder schon fertig? Womit habe ich schon losgelegt? Oder ist mir schon so kalt, dass meine Jacke schon fast fertig ist?

Bei mir ist die Entscheidung gefallen, sie war nicht weiter schwer, obwohl ich bei Frau Kleidermanie eine schlimme Versuchung in Form von Minoru gesehen habe. In Kombination mit einem Post über das Wachsen von Baumwollstoffen habe ich definitiv ein neues Allwetterjacken-Projekt!

Jetzt aber zu dem aktuellen Projekt: Genäht werden soll ein HerbstmantelStoffauswahl HerbstmantelDer Stoff ist ein Wollvelours mit einem geringen PE-Anteil und das Futter eine Viskose, die ich mit dem grauen Stoff zusammen bei Karstadt auf dem Wühltisch entdeckt habe. Beide liegen schon eine Weile bei mir und haben auf den richtigen Schnitt gewartet.  Der Schnitt ist ursprünglich von McCalls und jetzt aus dem Great British Sewing Bee Buch und auch als Download hier erhältlich.

Sollte ich noch Zeit und Lust haben, will ich mir auch noch eine Winterjacke nähen:Stoffauswahl WintermantelDie Cabanjacke ist aus Burda 9/2002 und wird wieder so genäht wie schon ihre Vorgängerin, allerdings dieses Mal mit weniger runden Kragenecken. Der Stoff ist ein Wollvelours vom Stoffmarkt, extra für diesen Zweck gekauft und ein echtes Begeisterungsstück. Dazu gibt es ein Steppfutter für richtig warm, und weil das so häßlich ist, habe ich noch ein schickes Futter dazugekauft. Vermutlich werde ich das Steppfutter mit dem roten Stoff doppelagig vernähen, das habe ich bei der alten braunen Jacke mit einer Vlieseinlage schon gemacht.

Karin von Dreikah sammelt bei diesem Treffen die Beiträge, wo noch eine Menge andere Projekte vorgestellt werden.

MeMadeMittwoch im Jerseykleid

Heute morgen war nach einer unglaublichen Schön-Wetter-Periode mit Temperaturen wie im Juni erst einmal Regen angesagt. Also fiel die Entscheidung für ein Herbstkleid, ist ja auch der Jahreszeit angemessen.MMM am 15.10.14Wie man sieht, kam die Sonne dann doch heraus, so nach 5 l Wasser und Donner und Blitz von oben.

Das Kleid ist eins von meinen viel getragenen Jersey-Lieblingen. Es wir noch ein paar Wäschen überleben, dann darf es sein Leben als bequemes Nachthemd beschließen.

Der Schnitt ist selbst gemacht, aus einem Ottobre-Basis-T-Shirt-Schnitt mit zwei Abnähern im Rücken für den Hohlkreuz-Ausgleich.MMM am 15.10.14 RückendetailDas Kleid braucht einen Unterrock, sonst klebt es unvorteilhaft an der Strumpfhose. Der Jersey, BW mit Elastan und vermutlich etwas Polyester, und gekauft habe ich den bei Volksfaden, einer Einkaufsempfehlung von Lucy.

Beim MMM präsentiert heute Frau Lila und Gelb mit einem Rock und Oberteil.

 

 

 

 

 

 

Herbst-Jacken-Sew-Along 2014: Teil 1 Inspirationen und Schnittmuster

Ich habe einen Mantel für die Übergangszeit und eine Winterjacke, die dringend ersetzt werden müssen. Gerade, als ich mich fragte, wie ich mich am besten dazu motivieren könnte, entdeckte ich den Herbstjacken-sew-Along, den Chrissy und Dreikah netterweise organisieren.
Beim Wintermantel-Sew-Along mit Lucy und Catherine habe ich für mich diesen MantelDSC_0787 - Kopie und für meine Tochter diesen Mantel genäht. DSC_0723 (1024x680)Beide wurden viel getragen. Der Tochter-Mantel war vom Anpassen her eine Herausforderung, mein Mantel war eine Puzzlearbeit aus einem alten Mantel und zwei selbstgefilzten Schals.
Für dieses Mal habe ich es leicht: Die Stoffe liegen bereit, Futter und Steppfutter auch, Knöpfe sind im Fundus, also kein gefrickel mit Stoffresten und widerspenstigen Materialien.
Allerdings muss ich mich noch für einen Schnitt entscheiden.
Ersetzt werden müssen dieser Mantel

heißgeliebter Billigmante

heißgeliebter Billigmante

und diese Jacke.

alte Cabanjacke

alte Cabanjacke

Der Mantel ist ein billiges Poly-Teilchen, für das ich bei Strauss vor einigen Jahren 50€ bezahlt habe. Ich wünschte mir sehnlich einen weißen Mantel für die Übergangszeit und dachte, dass er Preis für so etwas Unpraktisches akzeptabel sei. Seither war er in jedem Frühling ein ständiger Begleiter und wurde liebevoll in der Badewanne gewaschen, weil unsere Reinigung dazu neigt, den Velours von Mänteln wegzureinigen (s.u.) Inzwischen ist er abgeschabt, das Futter ist zerschlissen und er wird nicht mehr richtig sauber.
Ich schätze an diesem Mantel die Prinzessnähte, den breiten Streifen in der Mitte und den Verschluss, den man bis oben knöpfen, aber auch aufgeklappt lassen kann. Er sieht an mir übrigens schmaler aus, als auf dem Kleiderbügel.

Die Jacke ist selbstgenäht nach Burda 9/2002. Eigentlich ist es eine Art Kurzmantel, wurde aber im Heft “Caban-Jacke” genannt. Ich weiß nicht, wann ich sie  genäht habe, aber sicher später als 2002! Sie ist aus einem mittelschweren ,guten Wollvelours. Beim Zuschneiden hatte ich Angst, dass sie zu dünn für brandenburger Winter weden könnte und habe sie mit einem Wattevlies, dass ich in zwei Lagen geteilt hatte, gedoppelt.

Als ich sie nach ihrem 4. Winter in die Reinigung brachte, bekam ich sie mit blanken Stellen an Taschen und Ärmeln zurück, an denen vorher noch Flausch gewesen war. Die Tante in der Reinigung sagte mir dann doch ganz frech, dass das bei der einfachen Qualität zu erwarten sei, und dass die abgeschabten Stellen vom Tragen kämen! Seither wurde die Jacke mit Wollwaschmittel in der Badewanne gewaschen, was ihr hervorragend bekommen ist. Mittlerweile ist sie  zwar noch immer mollig warm und kuschelig, aber der Velours ist an vielen Stellen abgeschabt bis auf das Gewebe und lässt sich auch nicht mehr mit der Drahtbürste aufrauhen.

An dieser Jacke gefällt mir die Länge, die eventuell sogar noch etwas kürzer sein dürfte, so lange der Po bedeckt bleibt, und die leicht kastige Form, unter die noch ein paar dicke Pullis passen.

Als Ersatz für den weißen Mantel habe ich diese Schnitte zur Auswahl:

Ottobre 5 2010

Ottobre 5 2010

Ottobre 5 2010 Mod 11

Ottobre 5 2010 Mod 11

1960s' Coat

1960s’ Coat

Die ersten beiden Bilder sind aus der Ottobre, wobei der ich das mittlere nur drin habe, um die Rückansicht zu zeigen.Mir gefallen der schmale Schnitt und der Riegel am Rücken.

Das dritte Bild ist aus “The Great British Sewing Bee – Sew Your Own Wardrobe” und mein Favorit. Die Prinzessnähte, die ein bisschen anspruchsvolle Tasche im Abnäher, die Teilungsnaht in der Taille und nicht zuletzt der Verschluss bis zum Hals gefallen mir sehr. Der Mantel wird hier gezeigt mit einem Kragen, der mit dem Futter gedoppelt ist. Er hat am Vorderteil auch keine Besätze, also blitzt das Futter am Halsausschnitt und an den Kanten. Das würde ich nicht so machen, denn der Stoff, den ich für das Futter vorgesehen habe, ist ziemlich grellfarbig.

Ottobre 5 2013

Ottobre 5 2013

Für die Jacke habe ich im letzten Jahr extra die Ottobre wegen dieses Schnittes gekauft:

Mir gefällt der nicht zu große Kragen. Allerdings ist sie nur einreihig, und das finde ich im Winter nicht wirklich warm genug. Burda hatte im Oktober eine Cabanjacke drin,  die ist zwar zweireihig, aber ganz schön tailliert und der Kragen ist mir etwas zu mächtig. Außerdem sind die Ärmel sehr schmal.

Ich tendiere also sehr stark dazu, meine alte Jacke einfach nachzunähen und die Ecken des Kragens nicht abgerundet, sondern spitz zu machen.

Bis nächste Woche muss ich mich entscheiden, dann werden die Stoffe und der Gewinnerschnitt vorgestellt. Zurück geht es zu Chrissy, die mit Karin diesen Sew-Along moderiert. Vielen Dank, ihr beiden.

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DSC_0580 (800x531)Der alte Mantel meiner MutterWintermantel 2012

Wir bauen uns ein Gewächshaus: Die Vollendung

Heute habe ich letzte Hand an unser Gewächshaus gelegt. Nein, keine Angst, ich habe nicht den ganzen Sommer daran gewerkelt. Aber nach dem letzten Beitrag im April lag die Arbeit erst einmal für einige Wochen still. War das Wetter daran schuld? Ostern? Der Besuch in Frankeich über den ersten Mai? Ich habe keine Ahnung. Fest steht, dass ich – der Datumsstempel auf den Fotos belegt es – in der Woche vor Pfingsten den “Rohbau” fertig hatte. Hier seht Ihr ein paar Bilder:

Gewächshaus-Ostseite

Gewächshaus-Ostseite

Westseite mit Fenstern

Westseite mit Fenstern

Südseite

Als ich dann meinen Rohbau fertig hatte, kam ein Freund vorbei, ein Super-Handwerker, der mich bei der Planung schon beraten hatte. Er besah sich das Haus und dann sagte er : “Du hast nichts falsch gemacht.” Der Ton ließ keinen Zweifel bestehen, dass da noch ein “Aber” folgen würde. Und klar, die Auflage an den Dachsparren war zu fipsig (dachte ich mir schon, deshalb hatte ich ja auch bereits Winkel untergeschraubt) und überhaupt würde er mir raten, noch ungefähr einen Zentner Flacheisen, Schwerlastwinkel und noch weitere Winkel anzuschrauben, damit das Holz nicht auf die Idee kommt, sich zu verdrehen und zu reißen.

Ich weiß, wann man besser einen guten Rat annimmt. Jetzt ist das Häuschen so voller Metall und so stabil, dass, wenn die Aliens zur Erde fliegen mit ihren gigantischen Untertassen, an denen Mega-Magnete befestigt sind, um unser Eisen zu klauen, nicht nur alle Autos und Zäune des Dorfes heraufgesogen werden, sondern auch mein Gewächshaus mitsamt den Fundamenten in den Weltraum entschwindet. Und dann war meine ganze Arbeit für die Katz!

Auf dem Detail-Bild seht ihr übrigens wie ich die Dachsparren stabilisiert habe: Ich habe einfach von rechts und links je eine Leiste als Diagonalverstrebung angeschraubt, mit einem kleinen Balkenrest als Abstandhalter dazwischen.Detail Dachsparren

Als dann alles fertig war, wurden die PU-Platten angeschraubt.

Kitty Koma hatte mich in ihrem Kommentar bereits darauf hingewiesen, dass die Platte im Laufe der Zeit eintrüben. Ich habe eine todsichere Methode gefunden, um diesen Prozess zu beschleunigen:

Man lagere die Platten an einem heißen, sonnigen Pfingstwochenende im frisch gemähten Gras und die UV-Stahlung und der aufsteigende Sauerstoff erledigen das im Nu. Zum Glück war das Dach schon oben, bevor ich die restlichen Platten in mehr oder weniger fleckiges Milchglas verwandelte, und das Dach ist klar geblieben. Immerhin hat das auch sein Gutes: Es erspart mir das Schattieren .

Am 12. Juni habe ich im letzten Büchsenlicht die letzen Platten verschraubt und am nächsten Morgen sah alles so aus:DSC_0025 (800x531)DSC_0024 (800x531)Da Sommer war und ich auch noch keine automatischen Fensterheber hatte, habe ich die Giebel offen gelassen – ehrlich gesagt hatte ich auch die Nase voll davon, mit Atemschutzmaske und Schutzbrille gegen den Kunststoffstaub und Ohrenstöpseln gegen das Gekreisch der Flex bei 30° im Schatten herumzuturnen. Das habe ich heute Nachmittag erledigt, die Nächte sind schon empfindlich kühl und die Tomaten und Paprika, die seit Mitte Juni das Gewächshaus bevölkern, sollen noch ausreifen. Fensterheber montiere ich dann im nächsten Jahr, vorrausgesetzt, die Fenster wiegen nicht mehr als 7Kg. Das muss ich erst noch mit der Kofferwage von der Leiter aus herausfinden.

Das Gewächshaus hat zwei Türen, dadurch kann ich in der Mitte eine Abtrennung ziehen und in einer Hälfte ein feucht-warmes Klima für Gurken und Melonen und in der anderen Hälfte ein trocken-warmes Klima für Tomaten und Paprika schaffen, wenn ich will. Geschlossen werden die Türen mit simplen Überwürfen und können oben zusätzlich noch mit einem Sturmhaken gesichert werden.

Westseite mit Fenstern

Detail Türverriegelung

Sicherung mit Sturmh

Sicherung mit Sturmhaken

Fazit:

Wer kein 08/15 Gewächhaus von der Stange haben will, dem kann ich den Bauplan für das Gewächshaus unbedingt empfehlen. Möglicherweise sind in dem Plan, den man sich kaufen kann, mehr Hinweise zur Stabilität und Verwendung von Winkeln, Schrauben etc. zu finden, die Gratis-Anleitung, nach der ich gearbeitet habe, lässt da zu wünschen übrig. Unbedingt sollten Fundamente verwendet werden, das Holz einfach auf den Boden zu legen, wie in der Anleitung geht gar nicht. (Siehe hier)

Die Kosten sind deutlich höher als für ein einfaches Baumarkt-Modell, besonders die Eisenwaren und da vor allem die schicken Spezialschrauben für die Trapezplatten gehen ins Geld. Nicht vergessen sollte man auch, dass das Holz alle paar Jahre gestrichen werden möchte. Trotzdem bekommt man ein solches Haus zu dem Preis auf keinen Fall zu kaufen, und die vielen Arbeitsstunden (ich schätze es waren an die 60 bis 80) haben sich echt gelohnt. Das Gewächshaus ist eine echte optische Bereicherung unseres Gemüsegartens geworden und hat selbst in diesem kühlen Sommer und bei der späten Bepflanzung sogar drei Honigmelonen hervorgebracht.

Wer aus meinen Fehlern lernen möchte, dem empfehle ich, die diagonalen Verstrebungen in den Feldern beiderseits der Türen erst zuzuschneiden, wenn das Häuslein steht und ausgerichtet ist. Selbst mit Milimeterpapier gezeichnet sind die Winkel im Maßstabs-Entwurf nicht genau genug zu messen.

Hier gibt es Links zu verwandten Posts

17.08 (640x425)Seitenwände und Dachsparren27.8.b

 

Me Made Mittwoch im Punkte-Kleid am 24.9.

Mehr als fünf Monate ist mein letzter Blog-Eintrag her, und nach langer Web-Abstinez melde ich mich zurück mit einem Beitrag zum MMM.

DSC_0138Heute trage ich mein “Letztes Sommerkleid des Jahres”.  Als es vorige Woche noch einmal so warm wurde, wollte ich mir  “ganz schnell mal eben” noch ein Kleid nähen. Der Stoff lag schon seit einem Jahr bereit, der Schnitt war auch schon vor Monaten ausgeschnitten worden, sollte also kein Problem sein. Irgendwie hatte ich dann aber mehr Arbeit als Zeit, und so wurde das Kleid erst heute morgen fertig.

DSC_0144Es hat einen Tellerrock!

Zu den technischen Details: Das Oberteil ist Burda 6/13 Nr.120, an der Taille abgeschnitten und um einen Tellerrock (eigener Schnitt) ergänzt. Ich habe eine 38 zugeschnitten und an den Seiten 1cm weggenommen. Den angeschnittenen Besatz habe ich abgeschnitten und mit einem Kontraststoff wieder angenäht. Obligatorische Nahttasche rechts, RV links. Weil der Stoff so kräftig rot ist, dass er überall durchschimmert, sind die Besätze und der Oberkragen mit einem festen weißen Baumwollstoff gedoppelt. Damit alles nicht zu steif wird, habe ich die oberste, dünne Stofflage nur mit 180er Vlieseline gedoppelt.

Der Stoff stammt aus dem Stoffhaus , die Knöpfe aus dem Fundus und der RV war mal in einer Hose, bevor die zum Rock wurde.

Das Kleid ist superbequem, allerdings sind die Ärmel ein klitzekleines bisschen suboptimal: Hebt man den Arm, rutscht alles mit. Ich weiß jetzt schon, dass es im nächsten Sommer ein Lieblingsstück werden wird. Irgendwie wusste ich das schon, als ich den Stoff dafür kaufte. Es ist auch seit langem das erste Stück, das ich für mich genäht habe, und mit dem ich vollkommen zufrieden bin. Und obwohl ich eigentlich keine Serientäterin bin (es gibt einfach zu viele tolle Schnitte, die ich nähen möchte), könnte ich bei diesem Kleid schwach werden. Vielleicht würde ich es noch um einen Petticoat ergänzen, ich fürchte aber, dass ich damit in der hiesigen Provinz nicht durchkomme.

Zum Schluss gibt es noch ein paar “Wirbelbilder”, bevor ich Euch zum MMM zurückschicke. Ich freue mich übrigens sehr über die Erweiterung des Teams und bin auch auf die Gast-Vorturnerinnen gespannt.DSC_0136 DSC_0146 DSC_0145

 

 

6. Philharmonisches Konzert in Cottbus

ATLI INGÓLFSSON (*1962)
Cottbus Diptych II: Slur | Auftragswerk des Staatstheaters Cottbus  Uraufführung

JÖRG DUDA (*1968)
„Longing for Silence” Op. 75/1b
Konzertstück Nr. 2 für Bassposaune und Orchester | Uraufführung

ANTONÍN DVOŘÁK (1841-1904)
Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 (Aus der Neuen Welt)

Stefan Schulz – Posaune
Philharmonisches Orchester
Dirigent: Ivan Repusic

Schon lange habe ich nichts mehr aus dem kulturellen Leben in Cottbus berichtet, dabei pilgere ich brav allmonatlich zum Cottbuser Staatstheater ins Konzert. Dieses mal war es aber anders, denn dieses Mal verschickte Evan Christ, der hervorragende Generalmusikdirektor, eine persönliche Einladung an die Konzertabonenten. Er schwärmte nachdrücklich von der Uraufführung des Duda-Bassposaunenstücks mit dem Ziel, das Publikum ins Konzert zu locken.

Bei mir hat es funktioniert, zum Glück, denn sonst wäre mir ein absolut hörenswertes Konzert entgangen. Mit den Erfahrungen, die ich in Cottbus mit Uraufführungen gemacht habe, hätte ich mir wohlmöglich überlegt, das auch eine perfekt gespielte Sinfonie aus der Neuen Welt die Langeweile und den Ärger, die mir diese Uraufführungen bereiten, nicht aufwiegen kann, vor allem, wenn dann nicht einmal der GMD am Pult steht, sondern ein Gastdirigent. Erschwerend kam hinzu, dass der erste Teil des Cottbus Diptych von Herrn ATLI INGÓLFSSON im letzten Philharmonischen Konzert mal wieder eine dieser absolut unerträglichen und überflüssigen “Kompositionen, die die Welt nicht braucht” war. Ich nenne das “Reispapiermusik”. Der Komponist hat eine kleine Idee, die bei Komponisten wie Brahms, Bruckner oder Beethoven für 4-8 Takte Musik gereicht hätte (oder vielleicht auch 10-12, wenn sie mal schlecht drauf waren). Ein Johann Sebastian Bach hätte natürlich aus einer solchen Idee eine 6-Stimmige Fuge komponiert, aber es ist unfair, Vergleiche mit Bach zu ziehen, da sieht jeder Komponist alt aus. Unser Komponist aber walzt diese kleine Idee so lange aus, bis sie 10 Minuten lang und so dünn ist, wie Reispapier – und genauso substanzlos. Am Ende wird das Machwerk mit maximaler Orchestrierung aufgebauscht und ausgestopft, damit keiner merkt, dass es in Wirklichkeit vollkommen belanglos ist. Gestern stand der 2. Teil dieses Werkes auf dem Programm, ein wahrhaft abschreckender Gedanke.

Im letzten Konzert gab es aber auch noch eine weitere Uraufführung: Der Schlagzeuger brachte als Zugabe: “WOLFGANG REIFENEDER (*1960): Crossover für kleine Trommel solo” mit, und in diesen vier kleinen Sätzen waren mehr Spannung und geniale Ideen mit nur einem Instrument, als zuvor im Diptych mit riesiger Orchsterbesetzung!

Nun, ich kämpfte noch mit der Entscheidung, gestern ins Konzert zu gehen, denn wenn du einmal drin bist, musst du durchhalten bis zum bitteren Ende. Als gut erzogene Konzertbesucherin komme ich natürlich pünktlich ins Konzert und nicht erst nach dem ersten Stück. Mittendrin aufstehen und gehen kommt auch  nicht in Frage, das habe ich bisher nur einmal im Theater getan, und da war ich 20 Jahre jünger. Das Stück war übrigens so schlecht. dass ein Radio-Sender die Leute interwievte, die in der Pause die Flucht ergriffen. Aber ich schweife ab. Die Alternative zur Flucht wäre Stricken, aber das geht natürlich auch nicht im Konzert. (Ich habe allerdings schon mal einen kopierten Artikel aus einer Fachzeitschrift im Programmheft getarnt gelesen, aber ganz fein ist das natürlich auch nicht.)

Letztendlich war das alles auch nicht nötig. Teil II des Diptych war eigentlich recht gut, also um Welten besser als Teil I. Das Konzertstück von Herrn Duda war absolut klasse und wunderbar gespielt, sowohl vom Solisten als auch vom Orchester. Bassposaune ist ja ein Instrument, dass am ehesten im Jazz mit einer Hauptrolle bedacht wird, und eine klassische Komposition ist unter solchen Umständen immer spannend. Das Stück von Herrn Duda war außerdem erfreulich wenig experimentell, was bedeutet, dass man Melodien und Themen erkennen konnte und das Zuhören nicht nur anstrengend war.

Und ANTONÍN DVOŘÁK’s 9. Sinfonie ist ja an sich schon ein wunderschönes Stück. Hier wurde sie mit einer Innigkeit gespielt, die man sich schöner nicht wünschen könnte, ohne an Klarheit zu verlieren und das auch noch völlig Kitsch-frei. Das hätte ich auch in Berlin nicht besser hören können. Interessant ist übrigens der direkte Vergleich : Wir haben die 9. schon einmal in Cottbus gehört, damals noch unter dem alten GMD, und ich kann mich nicht erinnern damals ähnlich beglückt aus dem Konzert gekommen zu sein.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich dank Herrn Christ’s freundlicher Einladung genau zur rechten Zeit am rechten Ort war, um einen wunderbaren Konzertabend zu erleben.

Wir bauens uns ein Gewächshaus oder Alle meine Baustellen 2

Draußen zieht der April seine Wettershow ab. Im Moment folgt Regen auf Regen, genau das richtige Wetter, um über den Garten zu berichten. Wenn ich schon nicht draußen arbeiten kann, kann ich wenigstens darüber schreiben.

Alle, die auch nur aus dem Fenster nach draußen schauen können, sind herzlich dazu eingeladen, mir über die Schulter zu schauen. Also: Tee und Kekse holen und gemütlich zurücklehnen.

Baumhausdach Nachdem das Baumhausdach ja so zufriedenstellend vor dem einzigen Schnee dieses Winters fertig geworden ist, arbeite ich an einem neuen Projekt.
Monatelang habe ich meinem Mann wegen eines Gewächshauses die Ohren vollgequengelt, bis er dann schleißlich entnervt aufgab: „Dann kauf‘ Dir halt eins!“
Eine Recherche im Internet ergab, dass das Traum-Gewächshaus unser Budget mehr als nur sprengt. Das bezahlbare Modell aus dem örtlicchen Baumarkt war so niedrig, dass ich den Kopf einziehen musste, hatte eine sehr bescheidene Grundfläche und wackelte wie ein Lämmerschwanz. Es ist klar, worauf das ganze herauslaufen musste: Selbstbau.
Wieder im großen, weiten Netz gesucht, war ein fabelhafter Bauplan auch recht schnell gefunden. Der schicke amerikanische Bauplan zeigt ein Holzhaus mit doppeltem Pultdach und einer beweglichen Fensterreihe dazwischen. Beim näheren hingucken hatte das Ganze ein paar Mängel: Anstelle eines Fundaments verwenden die Planer einen Rahmen aus 10x10cm Balken, die auf der Erde aufliegen und nur durch ein paar angeschraubten, schwertähnlichen Latten im Boden verankert sind. Genau die Sorte Konstruktion, die beim ersten Stürmchen davonfliegt. Hier im alten Europa bauen wir natürlich für alle Ewigkeit, also hat meine Konstruktion einbetonierte Punktfundamente und keinen Bodenkontakt der Holzelemente.
Zu allererst wurde das Holz dreimal mit Holzschutzlasur gestrichen und dann durfte alles erst einmal den Winter über liegen bleiben.
Vor vier Wochen haben wir dann angefangen mit dem Bauen.BaugrundQueckenwurzeln

Zuerst durfte ich den Boden vorbereiten und den Rhabarber umsiedeln. (Er hat überlebt und treibt inzwischen auch wieder aus). Die Ecke, die für das Gewächshaus vorgesehen ist, habe ich im letzten Jahr dem Unkraut sich selbst überlassen (der Fachmann nennt das „Brache“). Es ist unfassbar, wie viele Queckenwurzeln sich innerhalb eines Jahres auf einem derart kleine Stück ansammeln können!

 

 

 

Dann haben wir die Fundamente gebaut. Ein Freund hatte uns empfohlen, Stücke von Stahlrohr in Löcher zu stellen, sie auszurichten auf die gleiche Höhe, die Löcher dann rings herum mit Beton zu füllen und am Ende die Pfostenanker in die Rohre einzubetonieren. Dadurch sind dann alle Pfostenanker in derselben Höhe und die Basis des Gewächshauses ist waagerecht.Fertige Punktfundamente
Um es kurz zu machen: 9 Rohrabschnitte von ca. 60cm Länge an die Eckpunkte und die Seitenmittelpunkte eines wirklich rechtwinkligen Rechtecks auf die selbe Höhe zu bringen, erfordert nicht nur ein Wochenende Geduld, sondern vor allem solide Geometrie-Kenntnisse. Dabei ist es durchaus von Nutzen, wenn man sich an den ollen Pytagoras und seine Dreieck-Rechenregeln erinnert. Nach erfolgten Bauarbeiten konnte ich das meine Kindern auch gar nicht lange genug vorhalten. So sieht der Bauplatz also mittlerweile aus:Fundament ist fertig
Natürlich musste dann noch das Holz zugeschnitten werden. Die verwendeten Leisten haben eine Länge von 5 Metern. Dummerweise habe ich bei der Holzberechnung 5 Meter zu wenig berechnet. Klugerweise ist mir das bei der Bestellung aufgefallen. Dummerweise habe ich das nicht sofort notiert. Und fatalerweise habe ich dann, als die Holzlieferung nach „Holz für das Gewächshaus“ und „Holz für den Carport“ aufgeteilt wurde, die herrenlosen Leiste nicht für mich beansprucht und stand auf einmal mit einer Leiste zu wenig da! Eine einzelne Leiste bestellt man nicht nach. Zum Glück hatte ich noch von meinem alten „Gewächshaus-Schrank“ vier Holzpfosten übrig, die ich verwenden konnte.
Das Gewächshaus wird in Modul-Bauweise errichtet: Auf die Basis werden erst die Rahmen für die Seitenwände geschraubt (die Amis machen das mit Nägeln, ich werde Schwerlastwinkel und Flachverbinder verwenden. Im gut sortierten Baumarkt finden sich Broschüren, die eine erstaunliche Vielfalt an Bauteilen für den Hobby-Zimmermann zeigen, die ein hoffentlich Hurrikane-sicheres Resultat garantieren werden). Wenn die Seitenwände stehen, werden die vorher zusammengeschraubten Dachsparren aufgesetzt, dann werden die Türöffnungen in die Giebelwände gesetzt und das Ganze wird am Dach noch mit diagonal aufzuschraubenden Bandeisen ausgesteift. (klingt das nicht beeindruckend? Was man nicht alles für tolle Wörter bei der regelmäßigen Lektüre von DIY-Zeitschriften lernt!)
Bevor man solche Dachsparren zusammenschraubt, muss man sie erst zusägen. Profis und ambitionierte Heimwerker haben für so etwas eine elektrische Kapp- und Gehrungssäge. Ich bin zwar ambitioniert, aber so etwas gibt es bei mir nicht, also arbeite ich auf die altmodische Art mit der Feinsäge und Armschmalz. Beim Kauf einer guten Säge darf man übrigens nicht geizig sein. Es lohnt sich, wenig, aber dafür gutes Werkzeug zu haben, sonst hat man echt keine Freude an der Arbeit. Das fängt schon mit Schraubzwingen an. Wer die Billigangebote neben der Baumarkt-Kasse kauft, darf sich nicht wundern, wenn sie ständig wieder aufgehen. Wieso ich hier von Schraubzwingen anfange? Nun ja, die Dachsparren werden am einen Ende in einem Winkel von 60° und am anderen Ende in einem Winkel von 30° abgeschnitten. Um einen sauberen, senkrechten Schnitt zu erhalten, schraube ich zwei Vierkanthölzer rechts und links von der markierten Schnittlinie auf meine Leiste = fertig ist die Führungsschiene für die Säge.Gehrungssägen
Die Holzteile durften dann noch alle mit der Schnittkante in ein Bad aus Rapsöl, um sich so richtig vollzusaugen und wetterfest zu werden.Schnittkanten ölen2  In der amerikanischen Anleitung wird das Häuschen dann mit Folie bespannt, was eine Lebensdauer von ungefähr 4-6 Jahren hat und jede Menge dünne Holzleisten zum Aufnageln erfordert. Wir haben uns für die Eindeckung mit Wellplatten entschieden. Daher braucht unsere Konstruktion noch zusätzlich fünf Querlatten auf dem Dach und je eine Latte in den Seitenwänden. Diese Latten werden in die Dachsparren versenkt, und dazu müssen diese ausgeklinkt werden.Ausklinken1 Für das Ausklinken macht man zwei senkrechte Schnitte in die LeisteAusklinken3 (und einen dritten in der Mitte, damit das Holz besser herausgeht)Ausklinken2 und stemmt dazwischen mit dem Stechbeitel und dem Hammer das Holz weg. Ausklinken4Das klingt jetzt ziemlich einfach, in der Realität hat das Holz aber oft eine recht eigenwillige Maserung und bricht oft ganz anders weg, als ich das gerne hätte.ausklinken6 Ich stemme also nur einen Teil des Holzes weg und arbeite dann mit Raspel und Feile nach.Ausklinken5Ausklinken7 Und wenn ich sauber gearbeitet habe, sieht das Ergebnis dann so aus:Ausklinken8Ausklinken9
Leider ist diese Sägerei und das Nacharbeiten echte Muskelquälerei, besonders, wenn die Werkbank nur 75cm hoch ist. Ich hatte davon einen derartigen Muskelkater zwischen den Schulterblättern, dass ich nachts weder auf dem Rücken liegen noch schlafen, noch tief atmen konnte. (könnte sich natürlich auch um einen Herzinfarkt gehandelt haben, ein Freund (Arzt) hat mich erst neulich subtil darauf hingewiesen, dass ich mittlerweile zur Risiko-Altersgruppe gehöre). Da eine kleine Rückenmassage mit Kräuterbalsam durch meinen Mann die Beschwerden verbessert hat, war es wohl doch nur Muskelkater. Merke: Wer sägen will, sollte Arnica D6, Kräuterbalsam und einen massierwilligen Partner zur Hand haben.
Wenn alle diese Vorarbeiten erledigt sind, kann man an das eigentliche Zusammenbauen der Rahmen gehen. Dazu bringt man alles Holz zur Terrasse, (Menschen mit Golfrasen, der regelmäßig planiert und gewalzt wird, können das natürlich auch auf dem Rasen zusammenbauen), um alles auszulegen und zusammenzuschrauben. Ein bisschen hat das was von einem ausgepackten IKEA-Möbel:Seitenwände und Dachsparren Ich stelle vor „Gürk“ das Gewächshaus.

Wir haben die Holzteile stumpf mit Winkeleisen zusammengeschraubt – die Amis in der Anleitung nageln nur. Ich frage mich, wie man die doch recht schweren Seitenteile wohl zum Bauplatz zurücktragen will, Nägel dürften da wohl wieder herausrutschen. Die Dachteile habe ich mit Flacheisen zusammengeschraubt und ganz ehrlich: Es ist ein richtig tolles Gefühl, wenn die Hölzer, die man berechnet und zugesägt hat, auch genauso zusammenpassen, wie es geplant war! Jetzt regnet es seit Tagen, daher liegen die zusammengeschraubten Einzelteile im Garten herum (und verziehen sich hoffentlich nicht!) Zum Wochenende erwarte ich besseres Wetter, dann können wir hoffentlich unser Gürk aufstellen. Morgen schneide ich noch die Diagonalverstrebungen für die Giebelseiten zu, Türstürze und Türpfosten habe ich schon. Dann fehlen nur noch die Fenster. Eventuell können wir auch schon die PU-Platten aufschrauben, mal sehen, ich werde berichten.

MeMadeMittwoch mit Zwergmännchenjacke

MMM im Forties-KleidHeute trage ich mal wieder mein schon öfter besprochenes, Tara-Starlett-inspiriertes Vierziger-Jahre Hemdblusenkleid. Dieses Mal aber mit der endlich fertig gewordenen zweiten Strickjacke (die erste gab es hier zu sehen).

Gestrickt ist das Jäckchen mit Drops-Merino Extra Fine in Apfelgrün. Ich habe kein Muster verwendet, sondern mich in den Maßen am Heidi-Jäckchen orientiert und nach der Maschenprobe berechnet.

WolljäckchenDas Muster heißt “Zwergmänchen” und war nach dem Alpaca-Elend mal eine ganz schnelle Strickerei. Wenn man aber nur einmal in der Woche beim Klavierunterricht der Tochter zum Stricken kommt, braucht das ganze trotzdem fast ein dreiviertel Jahr! ZwergmännchenmusterDas Zwergmänchen-Muster (irgendwie will ich immer “Erdmännchen” sagen) sieht aus wie gehäkelte Stäbchen, ist aber elastisch und recht warm. Es geht:

  • 1., 2., 3. Reihe rechts
  • 4. Reihe links
  • 5. Reihe: Randm., dann im Wechsel ein Umschlag und 2M re zusammenstricken
  • 6.Reihe: alles links abstricken
  • wieder von vorne

Leider hatte ich etwas zu wenig Wolle bestellt, daher habe ich die Ärmel von oben in die Armlöcher gestrickt. Dabei sind sie etwas puffig geworden, der rechte mehr als der linke, was ich nicht verstehe, weil ich die selbe Anzahl Maschen gestrickt habe. Hoffentlich gibt sich das in der Wäsche. Gepuffte Ärmel bei Stricksachen finde ich eigentlich eher spießig, aber hier passt es sehr gut zu dem Retro-Look des Kleides.MMM 3-4-14

Beim MMM ist heute Catherine die Gastgeberin und dort haben sich auch schon eine Menge selbst eingekleideter Damen eingefunden.

MMM am 26.3.2014

Heute habe ich mich aufgerafft, mal wieder über das zu schreiben, was ich trage.

MMM 26-3-14-2Neu ist es nicht, aber angenehm zu tragen. Die Schnitte von Shirt und Rock stammen von Burda, genauer gesagt das Shirt ist die 129 aus 1/2011, hier schon mal beschrieben, und der Rock die 120 aus 11/2009, hier und hier genauer beschrieben.

Das Shirt, das übrigens noch immer kein Gummiband im Ausschnitt hat, ist an der Front gedoppelt. Das ist tückisch beim Anziehen, denn wenn man, wie ich, sich das Ding in aller Eile über den Kopf zerrt, kann es unschöne Falten quer über der Brust geben.MMM 26-3-14 SeitenansichtHier seht ihr nochmal die doppelte Kellerfalte im Rock, die mir so gut gefällt.MMM 26-03-14Noch mehr schöne Kleidung, die heute von echten Menschen getragen wird, findet ihr auf dem MMM-Blog bei Gastgeberin Wiebke. Sie trägt eine Hose, die an der echten Frau genauso toll aussieht, wie im Heft und sofort auf meine Liste kommt.